Adieu, Brownie!

Wieso finde ich heute diesen Text der mich tief berührt?? Bestimmung? Trost? Mut machend für das nächste Mal?

War ich doch (fast) in der gleichen belastenden Situation wie dieser Journalist. Ich hätte ein krankes Huhn schlachten müssen. Aber ich war feige. Zu feige diesem Huhn – für das ich mit seinem Kauf auch die Verantwortung übernommen hatte – einen fairen, schnellen Tod zu geben. Ich schob es vor mir her. Das Huhn frisst ja noch … es trinkt auch noch … und kackert, also noch etwas abwarten. So ließ ich es letztendlich elendig verrecken und hasse mich jetzt dafür! Heute Morgen lag es tot im Stall. Gemieden von den anderen Hühnern, umschwärmt von grünschillernden Fliegen.

20150531-012

Aber es ist sehr schwierig ein Lebewesen zu töten. Auch wenn es nur zum Nutzen (Eier, Fleisch) auf dieser Erde ist. Ich habe auch noch nie erlebt, wie ein Tier getötet wird. Für das Einschläfern eines Huhnes hatte ich letztes Jahr knapp 50 Euro bezahlt, dazu war ich nicht mehr bereit.

Also muss ich jetzt mit meinem schlechten Gewissen leben und mir schon mal Mut machen für das nächste Mal.

Über zauberhexe

Ich blogge über den alltäglichen Wahnsinn des Lebens ; Haustiere ; und ganz besonders gerne zeige ich hier Fotos.
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Eine Antwort zu Adieu, Brownie!

  1. Spottdrossel schreibt:

    War es denn „richtig“ krank oder „nur“ alt? Bis jetzt mußte ich -zum Glück- auch noch keine „letzte Hilfe“ leisten, habe aber auch gerade ein Hitzeopfer zu beklagen. Ich dachte, die Dame gluckt, dabei hatte sie wohl Kreislaufprobleme. Ich hatte auch schon zweimal den Fall, daß ein älteres Huhn nicht mehr aus dem Stall wollte und einen Tag später lag es dann unter der Stange. Das ist für mich ok und natürlich, wenn das Tier einfach im entsprechenden Alter ist. Wer nur gekaufte Eier ißt -egal, ob bio oder nicht- macht sich, glaube ich, auch selten Gedanken darüber, daß seine Lieferantinnen vor der ersten Mauser abgemurkst werden.
    Die Stunde der Wahrheit kommt meiner Meinung nach, wenn man nach einem mißglückten Angriff ein mehr-tot-als-lebendig-Opfer findet und notgedrungen zum Beil greifen muß. Da hatte ich mal eine heiße Internetdiskussion mit so „wir sind Vegetarier und töten keine Tiere“-Leuten, denen anscheinend nicht klar war, daß selbst ein Tierarzt in der Nachbarschaft garantiert bei einer schweren Geburt im Kuhstall gebraucht wird, wenn der Fall X eintritt. Ich hoffe, daß mir das erspart bleibt, aber ich finde, wenn man Hühner hält, muß man sich zumindest klarmachen, daß sowas mal passieren kann.

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