Deja vu

Palmsonntag, März 1967

Meine Konfirmation. Damals war das noch nicht das Fest wo man möglichst viel Geld zusammen scheffelt, damals hatte dieses Fest noch Sinn.

Wir Konfirmanten arbeiteten auf diesen Tag hin … lernten Bibelverse, Psalme und das Glaubensbekenntnis auswendig. Wir wurden in der Kirche vor der Gemeinde geprüft und wer die Antwort nicht wußte, hat sich unsterblich blamiert.

Dem entsprechend aufgeregt waren wir.

Schliesslich war von jedem die gesamte Familie in der Kirche anwesend. Eltern, Grosseltern, Geschwister und Paten.

 

Nur ich war ganz allein.

Keine Mutter, keine Großmutter, keine Geschwister waren in der Kirche. Und danach gab es auch keine Feier.

Das tat sehr weh.

*****

Vernissage, Oktober 2016

Meine erste Fotoausstellung! Meine erste Vernissage!

Die Fotogruppe hatte lange auf diesen Tag hingearbeitet. Alles schön hergerichtet.

Was war ich aufgeregt. Hatte kaum geschlafen.

Die Gäste kamen. Von den zehn Mitgliedern der Gruppe waren die Partner, von einigen auch die Kinder anwesend. Ist ja schließlich ein Ereignis!

Nach der Laudatio wurde jede(r) Fotograf(in) persönlich vorgestellt und sollte kurz seine(n) Werdegang beschreiben.

 

Und ich war wieder allein!

Bis zur letzten Minute hatte ich die Tür im Blick und hoffte …

Kein Ehepartner, keine Kinder teilten das Erlebnis der Vernissage mit mir. Sie hatten wohl  wichtigeres zu tun an diesem Sonntagvormittag …

Das tat verdammt weh!

*****

 

Über zauberhexe

Ich blogge über den alltäglichen Wahnsinn des Lebens ; Haustiere ; und ganz besonders gerne zeige ich hier Fotos.
Dieser Beitrag wurde unter ärgerliches, trauriges veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Deja vu

  1. Dolinda Leander schreibt:

    Oh das glaube ich, dass das weh tat. Es zeugt eigentlich von Desinteresse gegenüber dem, was Du machst. Man möchte doch seine Erlebnisse mit seinem Partner und seinen Kindern teilen. Schade … sehr schade.
    Sprich ganz ruhig mit Deiner Familie darüber, wie sehr sie Dich enttäuscht hat. Mehr nicht – nur diesen einen Satz. Vielleicht schämen sie sich dann.

    Lass Dich aber nicht davon abbringen, Deinen Weg weiterzugehen. Es tut gut, ein Hobby zu haben, was Spaß macht und was einen ausfüllt.

    Kopf hoch und alles Liebe für Dich – Ich lese Deinen Blog übrigens sehr gerne.
    Dolinda

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